Die Nacht der Selbstgedrehten

Junge Filmszene Unterfranken

Die Nacht der Selbstgedrehten bei Facebook

Der Wegfall des Corso-Kinos als Austragungsstätte des Internationalen Filmwochenendes wirkt sich ein wenig auch auf die seit über zehn Jahren stattfindende „Lange Nacht der Selbstgedrehten“ aus. Zwar war schon seit Jahren das CinemaxX-Kino Ort dieses Präsentationsforums der örtlichen Jungfilmerszene. Neu ist aber die Raumsituation: Da der größte der Kinosäle nicht mehr für die Veranstaltung zur Verfügung steht und auch generell das Hauptprogramm beinahe die Kapazitäten sprengt heißt es nun, etwas enger zusammen zu rücken: Austragungsort ist dieses Mal das „Bockshorn“. Wir machen nun aus der Not eine Tugend, da ein (hoffentlich) voll besetzter kleinerer Saal zumindest eine gute Atmosphäre schaffen wird.

Etwas modifiziert ist auch der Titel der Veranstaltung. Da seit einigen Jahren das Spätprogramm mit Videos aus der FH Würzburg-Schweinfurt nicht mehr Teil des Programmpunktes ist, ist auch die Bezeichnung „lange Nacht“ schon länger nicht mehr so recht stimmig. Aus diesem Grunde haben wir uns für einen „verschlankten“ Titel des Abends entschieden. Aus der „Langen Nacht der Selbstgedrehten“ wird „Die Nacht der Selbstgedrehten“.

„Selbstgedreht“ versteht sich also weiterhin als Unterscheidungsmerkmal zum ansonsten vom professionellen Film gekennzeichneten Programm des Internationalen Filmwochenendes.

Was nach wie vor bleibt ist ein abwechslungsreiches Kurzfilm-Programm nicht-professioneller Jungfilmer, das in Zusammenarbeit mit dem Bezirksjugendring Unterfranken preisgekrönte Filme der „Jufinale“ (des jährlich vom „BezJR“ veranstalteten Jugendvideofestivals) und andere hochkarätige Videos zeigt. Dazu zählen z.B. lokale Preisträger der Filmtage der Bayerischen Schulen und anderen überregionalen Festivals.

Rückblick

Es ist mittlerweile über ein ganzes Jahrzehnt her, dass das Internationale Filmwochenende um einen Programmpunkt bereichert wurde, der heute unter der Bezeichnung „Die Nacht der Selbstgedrehten“ längst fester Bestandteil des Festivals ist.

Berthold Kremmler, der langjährige Leiter des Filmwochenendes, hatte seinerzeit den kühnen Vorschlag gemacht, einen Filmabend mit Ergebnissen der damals noch jungen Filmgruppen am Wirsberg- und Röntgen-Gymnasium in das Festival zu integrieren. Kühn insofern, als bis dato ausschließlich „seriöses“ Zelluloidmaterial professioneller Filmemacher(innen) durch die Festivals-Projektoren gerattert war. Nun aber Videofilme von Jugendlichen aus der Region im Rahmen eines solchen Festivals?

Der Erfolg gab dem Konzept von Anfang an Recht. Bald reichte der in den ersten Jahren genutzte Hörsaal der Fachhochschule nicht mehr aus und der größte Saal im CinemaxX-Kino ist seit Jahren traditioneller Austragungsort.

Schon bald kam der Bezirksjugendring Unterfranken mit ins Boot und ist seit vielen Jahren zusammen mit der Filminitiative Mitveranstalter dieses mittlerweile viel beachteten Filmabends. Preisträgerfilme aus der alljährlich ausgetragenen unterfränkischen „Jufinale“, dem Jugendvideowettbewerb des Bezirksjugendringes, bilden seither den Grundstock des Programms, das durch weitere sehenswerte Produktionen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Region ergänzt wird.

Mit unseren besten Wünschen an die jungen Filmemacher/innen!

 

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