Grußwort zur Nacht der Selbstgedrehten

Schirmherr Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel

Erwin Dotzel

Bezirk Unterfranken

„Man soll die Zuschauer nicht belehren, sondern berühren.“ Das hat die bekannte Hollywood-Schauspielerin Meryl Streep vor kurzem in einem Interview erklärt. Und was könnte uns mehr berühren als die Filme jener jungen Regisseure, die in der „Nacht der Selbstgedrehten“ ihre Arbeiten präsentieren werden. Diese „Selbstgedrehten“ helfen uns, zu verstehen, wie junge Menschen die Gegenwart erleben, was sie beschäftigt, wie sie unsere Welt interpretieren. Diese Filme sagen vielleicht mehr über das Lebensgefühl der jungen Menschen von heute aus, als umfangreiche wissenschaftliche Studien es je könnten.

Die „Nacht der Selbstgedrehten“ zeigt noch etwas anderes: Kino ist nicht eine Frage von Flops und Kassenschlagern. Kino ist zu allererst eine bestimmte, eine ganz eigene Sicht der Dinge. Kino, das ist die Welt durch das Objektiv einer Kamera gesehen. Und dieser spezielle Blick interpretiert, demaskiert, er zeigt Dinge, die uns sonst verborgen blieben.

Zugleich beweisen die unterfränkischen Nachwuchsfilmer mit ihren Arbeiten das ungeheure künstlerische und technische Potential, das in ihnen steckt. Mancher von denen, deren Erstlingswerke wir in dieser Film-Nacht sehen werden, steht vielleicht vor einer großen Karriere im Filmgeschäft. Aber wo immer ihre Lebenswege die Nachwuchs-Regisseurinnen und Nachwuchs-Regisseure hinführen werden, stets werden ihre Wurzeln hier in Unterfranken bleiben. Unser Bezirk hat sich nicht zuletzt durch die Tradition der „Nacht der Selbstgedrehten“ als eine Talent-Schmiede für das Filmschaffen etabliert.

Als Schirmherr dieser Veranstaltung beglückwünsche ich die Filminitiative Würzburg und den Bezirksjugendring Unterfranken zu dieser gelungenen und wichtigen Förderung des Nachwuchses. Dem Publikum wünsche ich eine eindrucksvolle und aufregende Film-Nacht, wenn es für die „Selbstgedrehten“ heißt: Film ab!

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