Grußwort Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel

Man geht nicht nur ins Kino, um sich einen Film anzusehen. Man geht auch deshalb ins Kino, um mit zweihundert Menschen zu lachen und zu weinen. Dieses Zitat stammt von einem scharfzüngigen Hollywood-Kenner und bringt auf den Punkt, worum es beim Kino geht: Kino ist nicht einfach gute Unterhaltung, Kino lässt die Menschen gemeinsam fühlen. Gemeinsam nehmen wir Anteil am Schicksal der Protagonisten, die wir auf der Leinwand erleben. 

Bei der „Langen Nacht der Selbstgedrehten“, bei der Nachwuchs-Filmemacher ihre Arbeiten präsentieren, sehen wir, wie die junge Generation unsere Welt erlebt. Diese „Selbstgedrehten“ führen uns vor Auge, was junge Menschen bewegt, was sie beschäftigt, was sie sich erhoffen, was sie fürchten. Die „Selbstgedrehten“ sind ein auf Leinwand projiziertes Lebensgefühl. 

Zugleich zeigt die „Lange Nacht der Selbstgedrehten“ der Filminitiative Würzburg und des Bezirksjugendrings Unterfranken das große künstlerische und handwerkliche Potential der unterfränkischen Nachwuchsfilmer. Wo immer deren Lebenswege eines Tages hinführen mögen, stets werden ihre Wurzeln hier in Unterfranken bleiben. Unser Bezirk hat sich nicht zuletzt durch die Tradition der „Langen Nacht der Selbstgedrehten“, die in diesem Jahr bereits zum elften Mal stattfindet, als eine Talent-Schmiede für das Filmschaffen etabliert. 

Wir lieben Kino. Mit diesem Slogan wirbt ein großer TV-Sender für sein Programm. Wir alle lieben Kino, denn Kino ist eine zeitgemäße Art, Geschichten zu erzählen. Kino ist die Kunst, aus Wirklichkeit und Phantasie ein Produkt zu schaffen, das jeden in seinen Bann ziehen.  

Ich danke den Veranstaltern der „Langen Nacht der Selbstgedrehten“ für ihr Engagement. Als Schirmherr wünsche ich der Veranstaltung auch im Namen des Bezirkstags von Unterfranken viel Erfolg und den teilnehmenden jungen Filmemachern viel Glück.